Für viele Redner noch immer unvorstellbar. Aber es ist so: Pausen verbessern die Kommunikation. Gründe, auf die Pause zu verzichten, gibt es einige:
Die Angst vor der StilleDie Angst, der andere meint, man weiß nicht mehr weiterDie Angst, der Gesprächspartner könnte die Pause nutzen, um selber zu reden
Aber es gibt viel mehr Gründe, die für eine Pause sprechen:
Sie gewinnen Zeit, um Ihre Gedanken zu ordnenIhr Gesprächspartner bekommt die notwendige Zeit, dass gehörte zu verarbeitenSie können atmen! Falsches/zu wenig atmen führt zu einer gepressten, unangenehmen StimmeIhr Gesprächspartner kann sich in der Pause sammeln, seine Konzentration zurückgewinnenWer regelmäßig Pausen einsetzt, verringert das störende „Äh- Geräusch“Durch eine Pause können Sie den Gesprächspartner ins reden bringen, wenn Sie möchten
(Der Einsatz der Pause, um mehr Infos zu bekommen, ist ein viel zu selten genutztes Stilmittel. Dabei besagt eine alte Regel: Wer viel redet, sagt zu viel.)Durch den richtigen Pauseneinsatz können Sie wichtige Aussagen betonen.Lampenfieber wird durch eine gute Atemtechnik stark verringert. Eine gute Atemtechnik ergibt sich fast von selbst, wenn wir genug Pausen machenWenn Sie, gerade in hitzigen Diskussionen zuerst eine bewusste Pause machen, können Sie Ihre Antworten (=Argumente) besser auf die Situation anpassen und sich selbst von der emotionalen auf die sachliche Ebene zurückholen
Die Ursache, weshalb viele Menschen Schwierigkeiten beim Pausieren haben: Wir empfinden die Pause als sehr lang. Wir können als Grundsatz festhalten: Wenn wir uns sicher sind, dass die Pause zu lang ist, ist sie genau richtig! Im Schnitt sind das zwischen 2 und 3 Sekunden. Üben Sie einmal ganz bewusst, eine Pause zu machen:
Nehmen Sie sich einen Zeitungstext und lesen ihn laut vor. Nach Satzzeichen machen Sie eine Pause und zählen dabei innerlich - zweiundzwanzig, dreiundzwanzig – und weiter im Text. Dabei werden Sie ganz schnell feststellen, dass die anfangs ungewohnte Pausentechnik zu einer deutlichen Verbesserung Ihrer Aussprache führt.


