Grundsatz: Die Geste soll die Aussage unterstützen und angemessen sein. Machen Sie nicht irgendwelche Gesten nach, die Sie bei anderen gesehen haben. Natürlich können Sie verschiedene Gesten einüben, aber die Gefahr ist groß, dass Sie gekünstelt und angestrengt herüberkommen. Die natürliche Gestik ist (fast) immer der eingeübten vorzuziehen. Übrigens: Wenn Sie wütend sind, haben Sie die beste und „echteste“ Gestik. Jedoch ist Wut nicht der beste Ratgeber für eine Rede. Fragen Sie Ihre Freunde und Kollegen, ob Sie typische Gesten (oder auch Marotten) haben. Fragen Sie auch, wie diese wirken. Eine der wenigen Gestiken, die ich persönlich unfreundlich und abschreckend finde, ist der ausgestreckte Zeigefinger. Wenn Sie auf etwas oder jemanden deuten möchten, nehmen Sie besser die komplett offene Hand. Der ausgestreckte Zeigefinger wirkt wie eine Drohung. Und: Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit vier Fingern auf sich selbst.
Eine weitere Geste, die Sie auf jeden Fall unterlassen: Die verschränkten Arme vor der Brust. Auch sind die "versteckten" Hände in den Hosentaschen nicht cool, sondern unprofessionell.
Ein paar Grundregeln:
- Halten Sie die Ellenbogen in Körpernähe
- Vermeiden Sie hastige und unruhige Bewegungen
- Halten Sie die Hände nicht verschränkt, hinter dem Rücken oder in den Hosentaschen
- Nutzen Sie Gestik nur, um das Gesagte zu unterstreichen
- Die Gestik muss zur Person und zum Inhalt passen
- Wechseln Sie Bewegung und Ruhe ab
- Stellen Sie Ihre Marotten (z.B. ständiges nesteln an der Krawatte) ab
- Benutzen Sie beide Arme und Hände


