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„Irgendwie“ gilt längst als Aushängeschild für Schwafler, wird aber immer noch verwendet. Mir ist aufgefallen, dass sogar (scheinbar) selbstsichere Menschen ihren Auftritt damit einleiten: „Leute, irgendwie bringt das doch alles nichts. Ich finde ...“ Was ist jetzt? Bringt uns das alles nicht weiter? Oder bringt uns das irgendwie nicht weiter?
Und was ist, wenn ich jemanden aufbauen, motivieren möchte? Ist es dann nicht hilfreich zu sagen „Irgendwie werden wir das Kind schon schaukeln.“? Nein! Im Gegenteil. Sie drücken auf unbewusster Ebene genau das Gegenteil aus von dem, was Sie sagen möchten. Ihre Botschaft, die beim Anderen ankommt, lautet: Ich weiß auch nicht, wie es weitergeht. Vielleicht geschieht ein Wunder und wir retten die Situation. Ist es das, was Sie sagen wollen? Möchten Sie nicht viel lieber Hoffnung und Zuversicht ausstrahlen? Sollen Ihre Worte nicht aufbauen? Auch wenn Sie zurzeit noch nicht die Lösung haben, Sie wollen Ihren Glauben an selbige ausdrücken. Dann sagen Sie das auch: „Wir werden einen Weg finden. Ganz bestimmt!“

„Irgendwie“ können wir getrost aus unserem Wortschatz streichen. Falls Sie, liebe Leserin, lieber Leser, einen Satz kennen, in dem dieses Wort sinnvoll und unentbehrlich ist, dann lassen Sie mich das bitte wissen.
Bis dahin gilt:
Irgendwie macht irgendwie keinen Sinn!